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  Fortsetzung Arielle

Ausmalbilder Arielle

 

 

Aber es war gar nicht so einfach, aufrecht auf zwei Beinen zu gehen. Immer wieder verlor Arielle das Gleichgewicht und plumpste in den Sand. “Das wird ein schlimmes Ende nehmen!“ klagte Sebastian. „Achtung, da kommt jemand“, sagte Sebastian plötzlich. Es waren Prinz Eric und sein Hund Max. Seit seinem Schiffbruch musste der Prinz immer wieder an die wundervolle Stimme denken, die er am Strand gehört hatte. Und als er nun Arielle hinter einem Felsen entdeckte, hoffte er, dass sie das Mädchen war, das so wunderschön gesungen hatte. „Wer bist du, und wie heißt du?“ fragte der Prinz. Aber Arielle konnte ihm nicht antworten, weil ihr die Meerhexe ihre Stimme genommen hatte. „Das Mädchen ist stumm, also kann sie nicht diejenige sein, die ich suche“, dachte der Prinz enttäuscht. Aber weil Eric sah, dass das stumme Mädchen Hilfe brauchte, nahm  er es mit auf sein Schloss. 

 

 

Dort bekam Arielle schöne Kleider, in denen sie wie eine Prinzessin aussah. Am nächsten Tag ließ der Prinz seine Pferde anspannen. Er lud Arielle zu einer Kutschfahrt ein und zeigte ihr sein Reich. Das schöne Mädchen an seiner Seite gefiel ihm so gut, dass er anfing, sich in sie zu verlieben. „Ach, wenn es doch nur ihre Stimme gewesen wäre, die ich am Strand gehört habe“, dachte Eric. Am Abend ruderte der Prinz mit Arielle zu einer romantischen Bucht. „Ich muss etwas unternehmen, damit er sie endlich küsst“, dachte Sebastian. Er stiftete alle Tiere, die in der Bucht lebten, dazu an, für das junge Paar ein Liebeslied zu singen.

 

                    

 Und endlich sah es so aus, als ob sich der Prinz ein Herz fassen und Arielle küssen würde. Aber gerade als Eric Arielle  in die Arme schließen wollte, brachten die beiden boshaften Muränen der Meerhexe Ursula das Boot zum Kentern. Arielle und der Prinz fielen kopfüber ins Wasser, und mit der romantischen Stimmung war es schlagartig vorbei.

„Das wäre beinahe schiefgegangen“, dachte Ursula, die alles beobachtet hatte. „Ich muss etwas unternehmen und  um jeden Preis verhindern, dass der Prinz Arielle küsst, ehe die drei Tage um sind. Sie sprach eine Zauberformel, und sogleich verwandelte sich die hässliche Meerhexe in ein bildhübsches, junges Mädchen. Als der Prinz am nächsten Morgen am Strand spazieren ging, hörte er plötzlich wieder diese wunderschöne Stimme, von der er die ganze Zeit geträumt hatte. Er ging ihr nach, und als er das schöne Mädchen sah, in das sich die Meerhexe verwandelt hatte, war er rettungslos verloren. Er vergaß Arielle und beschloss, das fremde Mädchen noch am gleichen Tag zu heiraten. Die Hochzeit sollte auf einem Hochzeitsschiff draußen auf dem Meer stattfinden. Dort stand Ursula vor einem Spiegel und triumphierte: „Bald gehören der Prinz und Arielle mir, und dann muss Triton seine Macht an mich abtreten!“ 

 

 

 

Doch ihr Spiegelbild zeigte, wer die Braut in Wirklichkeit war, die hässliche Meerhexe Ursula! Und das sah Scuttle, der neugierig einen Blick durch das Bullauge ihrer Kabine warf. Sofort alarmierte Scuttle Arielle und Fabius. „Diese Heirat muss um jeden Preis verhindert werden!“ rief Scuttle. „Fabius, du bringst Arielle hinaus zu dem Schiff, und ich hole Verstärkung!“ Auf dem Schiff war man gerade dabei, mit der Trauungszeremonie zu beginnen. Plötzlich fiel ein ganzer Schwarm von Seevögeln über die Braut her. Sie zerrten sie an den Haaren und rissen an ihren Kleidern, bis auf einmal die Muschel mit Arielles Stimme zu Boden fiel und zerbrach. Arielles Stimme war wieder frei und kehrte zu ihrer rechtmäßigen Besitzerin zurück. Jetzt endlich konnte Arielle Prinz Eric erzählen wer sie wirklich war und was für einen üblen Streich ihnen die Meerhexe spielen wollte. Überglücklich schloss der Prinz Arielle in die Arme. Doch im gleichen Moment versank die Sonne im Meer. Die drei Tage waren vergangen, ohne dass der Prinz Arielle geküsst hatte. Ursula verwandelte sich zurück in die Meerhexe, und Arielle wurde wieder eine kleine Meerjungfrau. „Zu spät, jetzt gehörst du mir!“ lachte die Meerhexe, Sie packte Arielle und verschwand mit ihr in den Fluten des Meeres. Prinz Eric sprang kurz entschlossen hinterher. Mit aller Kraft schleuderte er eine Harpune nach der Meerhexe und traf sie am Arm. Ursula heulte laut auf vor Wut und Schmerz. Sie ließ Arielle los, und die kleine Meerjungfrau flüchtete in Erics Arme. Aber die Meerhexe gab sich nicht geschlagen. „ Ihr Narren! Glaubt ihr wirklich, ihr könntet mir entkommen?“ kreischte sie. Und dann schwoll sie an, wurde größer und immer größer, bis sie schließlich wie ein gewaltiger Berg über die Oberfläche des Meeres hinausragte. Mit ihren gigantischen Krakenarmen peitschte Ursula das Meer auf und brachte es so in Aufruhr, dass selbst alte Schiffswracks, die auf dem Meeresgrund ruhten, wieder an die Oberfläche steigen. Es blitzte und donnerte. Die Wellen türmten sich auf und drohten, über Arielle und Prinz Eric zusammenzuschlagen. Plötzlich hatte Prinz Eric eine Idee. Er kletterte an Bord von einem der Schiffswracks und ergriff das Steuer. Und irgendwie gelang es ihm, das Schiff so zu wenden, dass es genau auf Ursula zusteuerte und mit seiner harpunenförmigen bugspitze das Herz der riesigen Meerhexe durchbohrte. Die Meerhexe stieß einen markerschütternden Schrei aus. Dann löste sie sich auf, bis nichts mehr von ihr übrig war als ein großer, schwarzer Tintenfleck. Die Meerhexe war tot, und Arielle hatte nichts mehr von ihr zu befürchten. Trotzdem vergoss sie bittere Tränen, denn als Meerjungfrau war es ihr unmöglich, den Prinzen zu heiraten. 

 

 

 

Da erfüllte König Triton schweren Herzens den größten Wunsch seiner Lieblingstochter. Er verwandelte ihren Fischschwanz in zwei Beine und Arielle war wieder ein Mensch! Arielle und Prinz Eric standen Hand in Hand am Strand und winkten König Triton und Sebastian Lebewohl. Dann machten sie sich auf den Weg zu Eric Schloss. Triton schaute ihnen wehmütig nach. „Weißt du was Sebastian“, sagte er, „ich werde sie sehr vermissen, meine kleine Arielle. Aber Hauptsache, sie ist glücklich“. Und das war sei. Schon bald darauf feierten Arielle und Prinz Eric Hochzeit und lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage.

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