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Das Dschungelbuch

Ausmalbilder Dschungelbuch

Baghira, der Panter, lief langsam am Fluss entlang. Auf einmal entdeckte er mit seinen scharfe Katzenaugen etwas, das wenig in den indischen Dschungel passte: einem Korb, der in einem halb gesunkenen Boot lag. Und darin – Baghira schlich sich vorsichtig näher heran – lag ein Menschenjunges! Baghira war erstaunt. Er packte den Korb und brachte ihn ans Ufer. „Was soll ich mit dir denn nun tun?“, fragte er sich und betrachtete das winzige Kind. Ihm fiel die Wolfsfamilie ein, die in einer Höhle in der Nähe lebte. Die Wölfin zog manchmal kleine Wölfe groß, die keine Eltern mehr hatten. Sie könnte sicher auch dieses Menschenbaby aufnehmen. Behutsam trug er den Korb zur Höhle und stellte ihn dort ab. Dann versteckte er sich im Gebüsch. Nach einer Weile kamen die Wölfe heraus und umringten neugierig das Menschenkind, das friedlich schlief. Die Wolfseltern lächelten liebevoll- und Baghira war beruhigt: Bestimmt würden sie sich um den Kleinen kümmern. Die Wölfe gaben ihm den Namen Mogli.

 

Die Zeit verging und der kleine Mogli wuchs und lernte die Sprache der Tiere und er lernte auch wie ein Wolf zu heulen. Bald konnte er so schnell laufen wie ein Wolf und sich mit dem Fuß hinter dem Ohr kratzen. Er übte sogar, sich auf den Rücken zu werden und den „ toten Wolf“ zu mimen. Eines Tages verbreitete sich eine schlechte Nachricht schnell durch den ganzen Dschungel: Shir Khan, der von allen gefürchtete, riesige Tiger hatte gehört, dass ein Menschenjunges bei den Wölfen lebte, und er wollte er töten. Denn Shir Khan hasste alle Menschen, seit er von einem Jäger angeschossen worden war. Die Wölfe mussten schnell handeln, um Mogli vor der Gefahr zu bewahren. So trafen sie sich alle in der nächsten Vollmondnacht auf dem Klippenfelsen. „Mogli darf nicht länger hier bleiben. Er ist nicht mehr sicher“, erklärte Baghira. „Aber wo soll er hingehen?“, fragte Moglis Ziehvater traurig. „Er hat doch nur uns.“ „Ich werde ihn dorthin bringen, wo er hingehört“, entgegnete Baghira. „In das Dorf der Menschen.“ Mogli wehrte sich. Er wollte nicht weg. Der Dschungel war doch seine Heimat. Aber Baghira war der Stärkere und so waren sie bald auf ihrem weiten Weg zum Mensachendorf.                  

Der Panter lief, bis es fast dunkel war. Schließlich suchten sie sich einen Baum, auf dem sie die Nacht verbringen konnten und Mogli kuschelte sich an seinen Freund und schlief schnell ein. Doch selbst eine Astgabel in einem hohen Baum war für Mogli kein sicherer Schlafplatz. Die Schlange Kaa entdeckte ihn bald und schob sich behutsam näher. Mogli wachte auf und bemerkte sie. „Hau ab und lass mich in Ruhe“, murmelte er erschrocken. „Nur keine Angsst, Kleiner“, zischte Kaa lächelnd. „Ich bin eine gute Ssssschlange!“ Und dann starrrte sie Mogli mit einem seltsamen Blick in die Augen. Ihm wurde ganz sonderbar zu Mute. Er konnte sich nicht mehr bewegen und wehrte sich nicht, als sie ihn mit ihrem Schwanz einwickelte. Kaa hatte ihn hypnotisiert! Gerade rechtzeitig, bevor Kaa Mogli verschlingen konnte, wachte Baghira auf. Er erschrak und versetzte der Schlange einen kräftigen Hieb. Sie ließ vor Schreck ihre Beute los und schlängelte sich wütend davon. „Kann man sssich in dieessem Dschungel nicht einmal mehr sselbst ausssuchen , wass man zum Frühsstück versspeisen möchte?“, zischte sie böse. „Siehst du, Mogli, der Dschungel ist einfach zu gefährlich für dich!“, sagte Baghira und setzte sich vor Mogli hin. „Zuerst Shir Kahn, und jetzt auch noch Kaa, die dich fressen will. Es geht gar nicht anders, du musst zu den Menschen gehen“. Aber Mogli war sich sicher: Er wollte nicht zu den Menschen. Ganz früh am nächsten Morgen kletterte er leise den Baum hinunter und lief davon. Baghira schlief noch. Bald hörte er eine brummige Stimme. „ Dubi dubi dubi du, dubi dubi di!” Er ging den Klängen nach und sah Balu, einen großen, glücklichen und freundlichen Bären, der gerade sein Guten – Morgen – Lied sang. Mogli und Balu wurden gute Freunde.                                                          

Balu bracht dem Kleinen bei, wie ein Bär zu tanzen, so laut wie ein Bär zu brüllen und wie ein Bär zu kämpfen und sich zu verteidigen. Die beiden hatten eine gute Zeit miteinander und Mogli war glücklich über den neuen Freund. Mogli und Balu schwammen auch gern im Fluss und ließen sich auf dem Wasser treiben. Eines Tages wurden sie dabei von ein paar Affen entdeckt.

                        

 

Die kreischten aufgeregt und zeigten auf Mogli. Noch nie hatten sie einen Menschen gesehen! Und bevor Mogli wusste, wie ihm geschah, wurde er von behaarten Händen gepackt und in die Luft gezerrt, hoch zwischen die Baumwipfel über dem Fluss. Die Affen betrachtete ihn gründlich, kratzte sich am Kopf und meinte: „ Er sieht ein bisschen aus wie ein Affe.“ „Aber ich bin kein Affe!“, protestierte Mogli wütend. „Ich bin ein Mensch.“ Da stopfte der Affenkönig Mogli zwei Bananen in den Mund. „Jetzt bist du ein Affe“, stellte er grinsend fest. „Ein Fest, ein Fest, wir wollen feiern“, schrieen die anderen Affen. Da begann König Louis den Affentanz und bald war die Party in vollem Gange. Natürlich war Balu den Affen gefolgt, als sie mit Mogli verschwanden, um zu sehen, wohin sie den Kleinen brachten. Und nun mischte er sich, verkleidet mit einer Maske aus Kokosnussschalen und einem Baströckchen, unter die Tanzenden.

Bald ergab sich eine gute Gelegenheit und Balu packte Mogli und brachte ihn in Sicherheit. „Ich bin so froh, dass du mich gerettet hast, Balu“, seufzte Mogli. „Sie wollen einen Affen aus mir machen, aber ich bin viel lieber ein Bär wie du“. „Aber du bist auch kein Bär,“ entgegnete Balu traurig. „Du bist ein kleiner Mensch und der Dschungel ist nicht der richtige Ort für dich. Du musst zu den Menschen gehen, wo du hingehörst.“ „Ihr seid alle gleich!“, fauchte Mogli aufgebracht.                        

„Baghira wollte mich auch zu den Menschen bringen. Aber ich will nicht dorthin. Und ich kann sehr gut selbst auf mich aufpassen!“ Und er rannte davon. Mogli lief genau auf das Versteck von Shir Khan zu, ohne es zu ahnen. Plötzlich stand er vor ihm. Der Tiger knurrte. „Ah, da bist du ja endlich!“, grollte Shir Khan. „Ich habe schon auf dich gewartet.“  Mogli zeigte seine Angst nicht. Er sammelte seinen Mut zusammen, stellte sich mit verschränkten Armen vor Shir Khan hin und zischte: „Ich habe keine Angst vor dir!“ Der Tiger war verwirrt. „Aber hier im Dschungel haben alle Angst vor mir“, erwiderte er drohend. „Ich aber nicht!“, beharrte Mogli. „Na gut“, fauchte das riesige Tier. „Ich zähle jetzt bis zehn, und dann kannst du versuchen, dich vor mir zu verstecken. Eins, zwei, drei, vier,“ begann er. Und genau in dem Augenblick, als Shir Khan sich auf Mogli stürzen wollte, war Balu da. Er packte den Tiger mutig am Schwanz und hielt fest. Shir Khan ließ von Mogli ab, drehte sich um und da schlug ein Blitz in einen Baum in der Nähe ein! Es krachte fürchterlich! Der Baum begann zu brennen und nun bekam es der große Tiger mit der Angst zu tun. Wie alle Tiere fürchtete er Blitz und Feuer. Als Mogli die Angst in Shir Khans Augen sah, wusste er, wie er ihn in die Flucht schlagen konnte. Er hob einen brennenden Ast auf und knotete ihn dem Tiger schnell in den Schwanz. Shir Khan rannte wie rasend davon. Balu und Mogli waren gerettet. Kurz darauf kam auch Baghira herbei, der Mogli überall gesucht hatte. Mogli fiel Balu um den Hals. „Bin ich froh, dass dir nichts passiert ist!“, brachte er hervor. Er wusste genau, dass der Bär sein Leben aufs Spiel gesetzt hatte um ihn zu retten. Mogli erklärte erneut, dass er weggelaufen war, weil er bei seinen Freunden im Dschungel bleiben wollte. Doch nach diesem langen und aufregenden Tag waren die drei sehr müde und niemand suchte mehr nach einer Lösung. Sie schliefen alle nebeneinander ein. Am folgenden Morgen hatte Mogli eingesehen, dass es im Dschungel zu gefährlich für ihn war.                   

Traurig machte er sich mit den Freunden auf den Weg zum Dorf der Menschen. Als sie schon ganz in der Nähe angekommen waren, hörten sie leisen Gesang. Am Flussufer kniete ein junges Mädchen und schöpfte Wasser. „Das ist ein Menschenmädchen“, flüsterte Baghira. „Sie sieht fast genauso aus wie ich „, stellte Mogli erstaunt fest. „Ich möchte sie mir aus der Nähe ansehen“, verkündete er und trat aus dem Dschungeldickicht heraus. Das  Mädchen hörte das Knacken der Zweige und drehte sich um. Sie erschrak nicht; und sie lächelte neugierig als Mogli ihr beim Wasserschöpfen half. „Tja, Balu“, seufzte Baghira. « Ich nehme an, dass wir Mogli so schnell nicht wieder sehen werden. » „Das fürchte ich auch“, erwidertre Balu. „Er ist einfach ein Mensch. Dabei wäre er fast ein guter Bär geworden“. Und dann kehrten Balu und Baghira zurück in den Dschungel.   --- Ende ----

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